Schlesien positive energie

Verwaltung

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Die im Süden des Landes liegende Woiwodschaft Schlesien ist die wichtigste Industrieregion Polens. Der besondere Stellenwert der Woiwodschaft Schlesien ergibt sich daraus, dass hier das höchste BNE (Bruttonationaleinkommen, bis 1999 auch Bruttosozialprodukt) hergestellt wird. Die Region ist mit nachstehenden Woiwodschaften benachbart: Opolskie (Oppeln), Łódzkie (Lodsch), Świętokrzyskie (Heiligkreuz) und Małopolskie (Klienpolen), im Süden grenzt sie an die Tschechische und Slowakische Republik. In einem Radius von 600 km von Katowice entfernt liegen sechs europäische Hauptsstädte: Warschau, Prag, Bratislava, Wien, Budapest und Berlin.

Die Woiwodschaft Schlesien ist polyzentrisch - es gibt kein Hauptzentrum, das die Funktion einer Metropole ausüben würde (Verwaltung, Finanzen, Versicherungen, Hochschulen, Kultur). Verwaltungsorgane, Hochschulen, Kulturinstitutionen und größere Firmen befinden sich größtenteils in den Großstädten, wie Katowice, Sosnowiec, Bytom, Gliwice, Zabrze, Tychy und Chorzów. Eine wichtige Rolle spielen auch die Hauptstädte der Subregionen, wie Rybnik, Bielsko-Biała und Częstochowa.

Ausdruck der hohen Verstädtlichung der Region ist der hohe Anteil der Bevölkerung in den 71 Städten - fast 79% - von denen

  • 3  Städte über 200 Tsd. Einwohner zählen,
  • 9  Städte von 100 Tsd. bis 200 Tsd. Einwohner zählen,
  • 11  Städte  von 50 Tsd. bis 100 Tsd. Einwohner zählen,

Daraus folgt, dass jede dritte polnische Großstadt in der Woiwodschaft Schlesien liegt. Die Woiwodschaft Schlesien liegt hinsichtlich der Oberfläche an 14. Stelle und hinsichtlich der Bevölkerungszahl an zweiter Stelle. Auf diesem verhältnismäßig kleinen Territorium von, 12 334 km2, was 3,9% der Gesamtoberfläche Polens ausmacht, leben 4 645 665 Einwohner, d.h. 12,2% der Gesamtbevölkerung, was sich auch in der größten Bevölkerungsdichte Polens niederschlägt: 377 Personen/km2 bei 122 Personen/km2 in Polen und 116 Personen/km2 in der Europäischen Union. Eine derartig große Bevölkerungsdichte auf einer verhältnismäßig geringen Fläche bedeutet einen riesigen potentiellen Absatzmarkt für Verbrauchsgüter. 

Das Oberschlesische Ballungsgebiet macht die Spezifik dieser Region aus, da es das größte verstädtlichte Gebiet in Mittelosteuropa ist. Das dichte Städtenetz ist so gestaltet, dass die einzelnen Städte praktisch ineinander übergehen und zwar auf einer Strecke von etwa 70 km - von Dąbrowa Górnicza bis Gliwice (Gleiwitz). Das Ballungsgebiet macht etwa 18% der Gesamtfläche des Woiwodschaft (1 200 km2) aus und die mittlere Bevölkerungsdichte liegt hier bei etwa 1 900 Personen/km2. Es gibt hier über 30 Hochschulen, mehrere Tausend Firmen und das dichteste Eisenbahn- und Straßenbahnnetz in Polen.

Im September 2007 trat das Abkommen über die Gründung des Oberschlesischen Metropolenverbunds (poln.: Górnośląski Związek Metropolitalny) in Kraft. Mitglieder des Metropolenverbunds sind die 14 größten, miteinander benachbarten Städte mit über 100 Tausend  Einwohnern, was eine Gesamteinwohnerzahl von über 2 Millionen ergibt, so dass im Metropolenverbund insgesamt mehr Menschen leben als in Warschau.