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Umweltschutz

Umweltschutz

In der Woiwodschaft Śląskie wurde auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes im Laufe der letzten Jahre viel getan. Die Verbesserung der Umweltqualität konnte erzielt werden in Ergebnis von umweltfreundlichen Massnahmen, die von Seiten Unternehmen und Kommunen ergriffen wurden, ferner als Folge der Implementierung der durch zentrale Regierungsverwaltung ausgehandelten Sanierungsprogramme und durch den Einsatz von neuen Verfahren.

Bedeutende quantitative Einschränkungen der in die Umwelt ausgeschiedenen Schadstoffe sowie intensive Massnahmen zur Verbesserung der Umweltqualität fallen in die neunziger Jahre. Der  in diesem Zeitraum konsequent umgesetzten Politik der Verschärfung von Umweltschutzauflagen gegenüber  Umweltsündern, dem Einsatz von qualitativ verbesserten Brennstoffen, der gezielten  Umstrukturierung, Modernisierung und Privatisierung der Industrie und schliesslich dem Abbau von Produktionszweigen mit dem höchsten Umweltbelastungsfaktor sind  die im Umweltschutzbereich erzielten Erfolge zu verdanken.  Die  Entwicklung der letzten Jahre schliesst an diese Effekte an und weist eine deutliche nachhaltige positive Tendenz auf.

IMMISSIONSSCHUTZ

Reduktion der Schadstoffimmissionen an Staub um ca. 40 000 Mg/a und Kohlendioxid um ca. 130 000 Mg/a, Reduktion  der s.g. kleinen Immission (die Stillegung von 1100 lokalen Kohleheizkesselanlagen), Unterbindung der industriellen Immission an ihrem Ursprung (Implementierung  von schadstoffarmen Produktionstechnologien)

Zwischen 1985 und 1995 erzielten Grossunternehmen in unserer Region folgenden Immissionsrückgang:

  • Staubausstoß um mehr als 80%,
  • Gasausstoß um mehr als 50%.

Im Vergleich zu 1995  wurden  Schadstoffimmissionen wie folgt reduziert:

  • an Staub um 65,8%
  • an Schwefeldioxid  um 53,2%
  • an Stickstoffen um 46,8%
  • an Kohlenoxid um 23,6%.

Schadstoffimmission in Tsd. T

  • Staubimmission 28,9
  • Gasausstoß ohne CO2  649, 1,  davon:
  • an Schwefeldioxid 149,5
  • an Kohledioxid 141,6
  • an Stickstoffen 73,5

Immission und Reduktion der  Industrieschadstoffimmissionen, geordnet nach Sparten und Abteilungen in 2003 in Tsd. T

  • an Staub 28,9
  • an Gasschadstoffen 394,7

GEWÄSSERSCHUTZ

  • Gründung des Woiwodschaftsfonds für den Schutz der natürlichen Umwelt- und der Wasserwirtschaft in 1993
  •  Realisierung der Meliorationsarbeiten im Rahmen der Beseitigung der Hochwasserfolgen  und  Vorbeugemaßnahmen zum Schutz vor Hochwassern 
  •  Realisierung von Arbeiten  im Rahmen der s.g. kleinen Retention  (Wasserwirtschaft realisiert über  Regenwasser- Rückhaltung)
  •  Bau von insgesamt   930 km Abwassersammelleitungen  und Errichtung oder Modernisierung von  143 Abwasserklärwerken
  • Beschaffung einer Teilfinanzierung aus EU- Fördermitteln  (ISPA) für die Umsetzung von Aufgaben im Bereich der Wasser- und Abwasserwirtschaft

Abwassermengen, die einer Klärung zugeführt werden müssen und in  Grundwasser geraten, sind in den Jahren 1995 bis 2001 um 21% zurückgegangen. Die Menge an ungeklärten Abwässern ging um 66% zurück. Gleichzeitig ist der Anteil der auf technisch hohem Niveau geklärten Abwässern, d.h. biologisch geklärt sowie mit einem  höheren  Gehalt an biologisch abbaubaren Stoffen von 44% in 1995 auf 46% in 2001 gestiegen.

Sehr dynamisch, d.h. um 83%, ist in diesem Zeitraum die Anzahl der kommunalen Kläranlagen mit biologischen Klärverfahren sowie mit einem höheren Anteil an biologisch abbaubaren Stoffen gestiegen. Während durch diese Kläranlagen 1995  53% der Bevölkerung unserer Region versorgt wurde, waren es  2001 bereits  59%.

Bevölkerungsanteil eingebunden an Kanalisation , die  an Klärwerke angeschlossen ist, im Verhältnis zur  gesamten Bevölkerungszahl:
Angaben von 2003: 64,8 %

Zunahme von Klärwerken für Siedlungsabwasser
Angaben von 2003: 214

Industrie- und Siedlungsabwasser, die in die Gewässer oder in den Boden abgeleitet werden in hm3

 

SCHUTZ DES BODENS

  • Ausarbeitung einer Methodologie über die Einstufung von Industriebrachen
  • schrittweise Reduktion der Oberflächenverunreinigung des Bodens
  • Oberflächensanierung von umweltbelasteten  Gebieten
  • Wiederaufforsten von landwirtschaftlich ungeeignetem Land

ABFALLWIRTSCHAFT

  • Ausarbeitung des Abfallwirtschaftsplans für die Woiwodschaft Śląskie
  • auf mehreren Schritten aufgebauter Verpackungsrecycling sowie  die Verwertung anderer Industrie- und Siedlungsabfälle im Rahmen eines  Abfallverwertungssystems für die gesamte Woiwodschaft 

ANDERE INITIATIVEN

  • Einführung von Gebühren für die Umweltnutzung sowie Bussgeldern für die Umweltverschmutzung
  • Einbindung des Wärmesystems und Massnahmen für erneuerbare Energien  (8 Kommunen und Kreise in Nichtindustriegebieten) sowie alternative Energien
  • Lärmverringerung  für Einwohner und die natürliche Umwelt
  • Bereinigung der städtischen Bebauung sowie Erneuerung von Denkmälern
  • Teilnahme an dem EU- Programm - NATUR 2000 (Naturschutz in der Woiwodschaft  Śląskie)